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Waveboards vs. andere Sportgeräte auf Rollen

Es gibt eine große Vielfalt an Rollsportgeräten, die es sich lohnt zu entdecken. Sie alle haben gemein, dass man sich auf Rollen fortbewegt, jedoch unterscheidet sich der Bewegungsablauf doch erheblich.

Der folgende Text möchte Euch erläutern, was das Waveboard einzigartig macht und worin die Unterschiede zu anderen Funsportgeräten bestehen.

Alleinstellungsmerkmale des Waveboards

Am besten ist Euch geholfen, indem Ihr Euch zunächst genauer damit auseinandersetzt, was ein Waveboard überhaupt ist und was es ausmacht. Durch den einzigartigen Aufbau unterscheidet sich der Bewegungs- und Fortbewegungsablauf komplett von anderen Funsport-Geräten auf Rollen.

Die Bestandteile und deren Aufbau

Ein Waveboard besteht aus zwei separaten Fußplatten, die zumeist aus Kunststoff gefertigt sind. Mittels eines sogenannten Drehstabs – oder auch Torsionsstab – sind beide verbunden. Dieses Bindeglied ermöglicht es Euch als Fahrer, die Trittflächen leicht gegenläufig zueinander zu drehen, was im Wesentlichen für das Vorankommen verantwortlich ist (Dazu erfahrt Ihr gleich mehr!).

An der Unterseite der Fußplatten sind an den beiden Enden der Längsachse Rollen angebracht – je eine pro Trittfläche; Waveboards sind einspurig. In der Regel haben die Rollen einen Durchmesser von circa 77 mm. Optisch ähneln sie jenen der Inlineskates, allerdings sind die Rollen eines Waveboards wesentlich weicher.

Der Bewegungsablauf

Wenn Ihr schon Erfahrungen auf einem Skateboard gesammelt habt, werdet Ihr zunächst etwas stutzig sein: Im Gegensatz dazu ist für das Streetsurfing nämlich kein Schwung erforderlich! Ihr müsst Euch nicht ständig am Boden abstoßen, sondern könnt das Board aus eigener Kraft heraus in Fahrt halten.

Das schafft Ihr durch gegenläufige Hüft-, Schulter- und Beinbewegungen. Diese sorgen in Kombination für die dem Waveboard eigene wellen- oder s-förmige Fahrtbewegung. Hierfür ist Euer ganzer Körper gefragt, sowohl Eure Rumpf- als auch Eure Beinmuskulatur werden gefordert. Zudem trainiert Ihr dadurch Eure Koordinationsfähigkeit sowie Ausdauer und Gleichgewicht.

Das unterscheidet Waveboards …

Wie der Name schon sagt: Es sind Schuhe mit Rollen; entsprechend müssen Rollschuhe angezogen werden, um mit ihnen fahren zu können. Zudem verfügen sie über Bremsblöcke an der Schuhspitze und haben vier statt nur zwei Rollen. Wie Euch deutlich werden dürfte, gehen damit zwei völlig unterschiedliche Bewegungsabläufe einher.

Wohingegen das Waveboardfahren ans Surfen oder Snowboarden angelehnt ist, erinnern die Bewegungen beim Rollschuhfahren vielmehr an Schlittschuhlaufen. Es geht darum, auf einer Ebene dahinzugleiten, was hauptsächlich durch Beinarbeit via Abstoßen und Auslaufen geleistet wird. Das Hinzunehmen der Arme dient zusätzlichem Schwung und vor allem der Balance.

Für Inlineskates gilt im Wesentlichen das Gleiche. Die Fahrweise von Rollschuhen und Rollerblades ist nahezu identisch. Die wesentlichen Unterschiede liegen darin, dass die Bremsblöcke nicht an der Spitze, sondern an den Versen angebracht sind und die Rollen nicht nebeneinander, sondern hintereinander angeordnet sind.

Daher ist für das Fahren auf Inlinern etwas mehr Balancegefühl gefragt als für das auf Rollschuhen. Durch die Ähnlichkeit der beiden Varianten ergeben sich für Inlineskates im Prinzip die gleichen Unterschiede zum Waveboard. Allerdings haben sie auch eine Gemeinsamkeit: Die Machart der Rollen ist gleich; sie unterscheiden sich nur im Härtegrad.

Die beiden Boards haben gemein, dass stehend auf ihnen gefahren wird. Das war es aber eigentlich schon. Anders als beim Waveboard, bei dem die Fußteile lose und über ein Bindeglied verbunden sind, besteht das Skateboard aus einem einzigen Brett. An dessen Unterseite sind an den Enden der Längsachse jeweils zwei Rollen angebracht (Ihr erinnert euch: nur eine beim Waveboard).

Um ein Skateboard in Fahrt zu bekommen und zu halten, ist es notwendig, Schwung zu holen, was am besten dadurch gelingt, dass Ihr Euch mit einem Fuß am Boden abstoßt. Kurvenfahren vollzieht sich durch Gewichtsverlagerungen. Das ist beim Waveboard zwar ähnlich, jedoch etwas komplexer. Deswegen ermöglicht es Euch auch, wesentlich kreativere Fahrmanöver umzusetzen.

Fazit

Freilich haben alle vorgestellten Sportgeräte gemein, Spaß zu bereiten und ein Fortbewegen auf Rollen möglich zu machen. Zudem fordern sie allesamt Euer Balancegefühl, eure Koordinationsfähigkeit, Eure Ausdauer und trainieren viele Teile Eures Körpers. Von den speziellen Besonderheiten der einzelnen Gerätschaften – vor allem denen des Waveboards – überzeugt Ihr Euch am besten selbst.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihr sämtliche der vorgestellten Sportarten gemeinsam mit Eurer ganzen Familie ausüben könnt. Denn sie alle funktionieren ohne Alterslimit. Entsprechend gibt es Rollschuhe, Inlineskates, Skate- und Waveboards in allen Größen, sodass jede Altersgruppe voll auf ihre Kosten kommt. Natürlich impliziert das für Euch die Verantwortung, selbst zu entscheiden, ob Eure kleinen Schützlinge schon in der Lage sind, sicher auf Rollen zu stehen oder nicht.

Ihr könnt Euch dabei auf Eure Erfahrung verlassen und natürlich auf die Altersempfehlungen der jeweiligen Sportgeräte. Tendenziell ist es sogar von Vorteil, sich möglichst früh mit den Rollsportgeräten auseinanderzusetzen. Als Kind lernt es sich wesentlich leichter; sie trauen sich noch mehr zu und sind beweglicher. Spezielle Voraussetzungen gibt es daher eigentlich nicht; auch gibt es keine Empfehlungen dahin gehend, dass z. B. Rollschuhlaufen vorm Inlineskaten oder Skate- vorm Waveboardfahren gelernt werden sollte.


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