Verschiedene Waveboard Tricks zu machen, ist natürlich eine sehr spaßige Angelegenheit. Allerdings, und das solltet Ihr nicht vergessen, können diese Stunts mitunter ziemlich riskant sein.

Deswegen sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stunts, die im Folgenden beschrieben werden, nur für Fortgeschrittene geeignet sind.

Seid ehrlich zu Euch und schätzt Euer Können realistisch ein. Überschätzt Euch nicht und unterschätzt die Tricks nicht, sondern probiert nur das aus, was Ihr Euch wirklich zutraut! Lasst Euch dabei ruhig Zeit, lernt erst einmal richtig zu fahren, denn die Stunts laufen Euch nicht weg. Das Tragen von Protektoren und Helm ist natürlich Pflicht.

Mit ein wenig Übung beherrscht Ihr auch bald diese Waveboard Stunts.

Als Anfänger solltet Ihr unseren Beitrag „Anfängertipps zum Fahren lernen“ durchlesen.

1. Waveboard Trick: Ollie

Im Video seht ihr einen sauberen Ollie: Beide Rollen sind bei dem Sprung in der Luft und auch bei der Landung bleibt das Gleichgewicht gewahrt.

„Ollie“ ist eine Bezeichnung für einen Sprung mit dem Board. Mit dem Skateboard ist ein Ollie wesentlich einfacher, da man ihn aus dem Stand aus üben kann, beim Waveboard geht das nur während der Fahrt.

Anleitung:

  1. Hierfür muss Euer hinterer Fuß auf dem Deck stehen. Achtet dabei darauf, dass Eure Ferse leicht über den Rand des Boards ragt. Euer Mitschwenker sollte, wie gewohnt, mittig platziert sein.
  2. Geht in die Knie, holt Schwung und bereitet Euch auf einen Sprung vor, bei dem Ihr Eure Knie anwinkeln müsst (je weiter, desto höher springt Ihr).
  3. Vorm Absprung gilt es, das hintere Fußteil möglichst nach unten zu kicken, sodass das vordere Teil gewissermaßen hochkatapultiert wird.
  4. Ist das Deck in der Luft, müsst Ihr versuchen, Euren vorderen Fuß etwas weiter nach außen zu verlagern, sodass auch das hintere Deck vom Boden abhebt und Ihr als Ganzes für einen kurzen Moment in der Luft seid.
  5. Achtet darauf, wieder fest auf beiden Rollen zu landen.

2. Waveboard Trick: Kick Flip

Im Video zu sehen: Nach mehreren Versuchen wird der Kick Flip erfolgreich gemeistert.

Der Kick Flip ist eine Steigerung des Ollies. Denn beim Sprung wird das Board einmal in der Luft gedreht.

Anleitung:

  1. Euer Antriebsfuß steht zu Beginn flach auf dem Deck. Bei Eurem Mitschwinger solltet Ihr darauf achten, dass Eure Ferse leicht zur Mitte hin ausgerichtet ist und leicht übersteht (tendenziell eher im hinteren Bereich des Vorderdecks).
  2. Kickt das hintere Fußteil schwungvoll zu Boden, um die vordere Trittfläche aufzurichten. Danach muss es schnell gehen, denn Euer vorderer Fuß muss dafür sorgen, dass sich das Board einmal um die eigene Achse dreht. Dafür muss er schnell nach vorne sliden, um dem gesamten Board einen Kick zu verpassen, sodass es sich dreht.
  3. Mit genug Schwung gelingt so eine ganze Umdrehung, an deren Ende Ihr wieder mittig auf den beiden Decks und sicher auf zwei Rollen landet.

3. Waveboard Trick: 360

Im Video zu sehen ein 360° Flip mit Drehung des Bretts.

Dies ist die Bezeichnung für eine 360-Grad-Drehung während des Fahrens. Die Bezeichnung 360 steht eigentlich nie alleine, da noch spezifiziert werden muss, in welche Richtung sich was dreht. Ihr könnt also eine Körperdrehung oder eine Drehung des Bretts um 360° durchführen.

Anleitung:

  1. Im Folgenden wird der Backside 360 erklärt (Forward ist er natürlich auch möglich). Während des Fahrens müsst Ihr Euer Gewicht am vorderen Fuß auf die Verse und am hinteren Fuß auf die Zehen verlagern.
  2. Durch diese gegenläufige Gewichtsverlagerung schafft Ihr eine Drehung des Bretts.
  3. Um wieder regulär weiterfahren zu können und den Trick zu vollenden, müsst Ihr es schaffen, das Brett um 360° zu drehen und wieder mittig mit beiden Füßen drauf zu landen.

4. Waveboard Trick: Frontside- und Backside-Nosespin

Bei diesem Trick ist vor allem das Gleichgewicht gefordert. Im Video seht Ihr einen 360° Nosespin.

Ähnlich wie beim 360 geht es hier auch um eine Drehung. Diesmal jedoch mit je einem der beiden Fußteile in der Luft

Anleitung:

  1. Beim Frontside-Nosespin verlagert Ihr Euer Gewicht auf das vordere Deck, sodass Ihr Euch sozusagen um dessen Zentrum dreht, während das hintere Teil in der Luft ist. Beim Backside-Nosespin ist es genau andersherum.
  2. Das funktioniert sowohl mit einer Drehung um 360 Grad als auch um 180 Grad. Achtet darauf, dass Eure Geschwindigkeit nicht allzu hoch ist, sodass Ihr nicht überkippt, wenn Ihr das Gewicht nur noch auf einem der beiden Fußteile habt.
  3. Das Bein, dessen Deck in der Luft ist, nutzt Ihr unterstützend, um die Drehung hinzubekommen. Der Rest Eures Körpers, insbesondere Eure Arme, müsst Ihr zum Ausbalancieren nutzen, denn das Stehen auf nur einer Rolle ist nicht leicht.

5. Waveboard Trick: Front- und Backwheelie

Im Video zu sehen ein „Hang Ten Nose Manual“ in dem auch auf nur einer Rolle die Balance gehalten wird.

Beim Wheelie fahrt Ihr für einige Zeit auf nur einer Rolle. Wahlweise auf der vorderen (Front) oder der hinteren (Back). Auf einer Rolle Balance zu halten, ist nicht leicht und viel Übung notwendig.

Anleitung:

  1. Damit der Back-Wheelie gelingt, müsst Ihr während des Fahrens Euren hinteren Fuß ganz an die hintere Kante des Fußteils bringen.
  2. Mit ihm müsst Ihr im nächsten Schritt genug Druck aufbauen, um das vordere Deck anheben zu können. Dieses Anheben wird durch den vorderen Fuß unterstützt, indem Ihr mit ihm etwas nach hinten slidet, um so eine gewisse Ziehkraft zu entwickeln.
  3. Entsprechend funktioniert der Front-Wheelie. Allerdings wird hierbei der vordere Fuß ganz an die vordere Kante geschoben und der hintere Fuß wirkt nur unterstützend – schließlich soll das hintere Deck in die Luft befördert werden.

6. Waveboard Trick: Acid Drop

Der Acid Drop ist in gewisser Hinsicht eine Variante des Backwheelies, in Kombination mit einem Absprung von einer höheren auf eine niedrigere Ebene – einem kleinen Abgrund sozusagen. Im Video zu sehen, ein Acid Drop mit dem Skateboard.

Anleitung:

  1. Die Instruktionen überschneiden sich daher vollständig mit jenen des Backwheelies.
  2. Hinzu kommt lediglich die Tatsache, dass das Aufrichten des vorderen Decks kurz vor der Kante erfolgen sollte, damit der Absprung reibungslos funktionieren kann.
  3. Gelandet wird auf beiden Decks, sodass beide Rollen Bodenkontakt haben.

7. Waveboard Trick: 180° Body Varial

Das ist ein Sprung auf (nicht mit) dem Waveboard. Dabei dreht Ihr Euch als Fahrer um 180 Grad, sodass Euer vorderer Fuß auf dem hinteren Deck steht und der hintere auf dem vorderen.

Anleitung:

  1. Um diesen Sprung zu schaffen, müsst Ihr Euer Board in eine ruhige Fahrlinie bringen. Das heißt also, Ihr müsst es gerade auslaufen lassen.
  2. Haltet das Waveboard also möglichst ruhig, federt kurz leicht an, um ein Gefühl für den Widerstand zu bekommen und springt ab und dreht euch dabei um 180°.
  3. Achtet darauf, möglichst mittig abzuspringen und ebenso auf dem anderen Waveboard mittig zu landen, sodass Ihr nicht aus dem Gleichgewicht geratet.

8. Waveboard Trick: Board Leap

Für den Board Leap benötigt Ihr 2 Bretter. Der Trick ist einfach zu erlernen.

Der Board Leap ist eine Spielerei, für die Ihr zwei Waveboards benötigt, da der Trick darin besteht, die Boards zu tauschen und vom einen zum anderen zu springen.

Anleitung:

  1. Legt ein Board in eine gekippte Starposition. Mit dem anderen nähert Ihr Euch fahrend.
  2. Bremst, wenn Ihr auf der Höhe des anderen Boards seid ab und springt und landet mit beiden Füßen auf den Decks des anderen Waveboards und fahrt los bzw. weiter.
  3. Beim Ausrichten müsst Ihr natürlich darauf achten, dass Ihr mit Blickrichtung zum „neuen“ Board bremst und dieses wiederum richtig herum liegt.

Wer es etwas komplizierter gestalten möchte, kann vorm Wechselsprung beispielsweise einen 360 machen oder unmittelbar nach dem Boardwechsel einen Body Varial, wenn das Board falsch ausgerichtet wird.

Fazit

Die eben vorgestellten Stunts sind natürlich nur einige von vielen anderen. Prinzipiell ist mit einem Waveboard viel möglich, der Kreativität ist eigentlich keine Grenze gesetzt. Immerhin lassen sich die einzelnen Stunts beliebig kombinieren, erweitern und abwandeln. Stunts gibt es für jeden Schwierigkeitsgrad, am besten, Ihr probiert einfach ein bisschen etwas aus und steigert Euch langsam. Viel Spaß!